Schweden Roadtrip Teil 1 - von Trelleborg nach Smögen

Mit der Fähre ging es von Rostock nach Trelleborg. Ich gebe zu vom Überseehafen in Rostock hatte ich eine andere Vorstellung. Zum Glück musste ich mich da nicht lange aufhalten und die Fahrt an Warnemünde vorbei in den Sonnenuntergang entschädigte mich.

In Trelleborg angekommen, hat es fast eine Stunde gedauert, bis ich vom Hafengelände gekommen bin. Mittlerweile war es nach 23 Uhr und ich sehr froh, dass ich die für die erste Nacht einen Stellplatz am Hafen reseviert hatte. Kein Ort, wo man länger bleiben will, aber für eine Nacht völlig ok. Das Wetter für Montag sah auf der App nicht so gut aus und ich bin dann nach dem Frühstück gleich aufgebrochen Richtung Mölle und dem Nationalpark Kullaberg. Ich hatte für die ersten zwei Tage einen Platz reserviert, um erstmal anzkommen. Diessen konnte ich erst ab 13 Uhr belegen. Es regnete immer mal wieder, dann kam die Sonne raus. In Mölle parkte ich mein Auto am Parkplatz zum Nationalpark Kullaberg. Wanderklamotten an und los ging es durch die Wälder. Typisch für mich, habe ich mich ein paar mal verlaufen. Aber wie sagt man so schön, der Weg ist das Ziel. Zwischendurch Donner und Regen, dann wieder Sonne und ein schöner Wald und tolle Buchten an der Küste.

 

 

Zum Schluss ging ich noch zum Hafen von Mölle. Es war nicht viel los, trotzdem wunderschön und ein paar Figuren saßen auch rum. Danach ging es zum Auto und auf den Stellplatz. Der war wirklich wunderschön. Klein aber fein und direkt am Meer. VisitOerstrand in Strandbaden kann ich allen empfehlen. Neben mir war eine Studentin aus Würzburg, mit der ich sowohl am Abend wie auch am nächsten Morgen schöne Gespräche hatte, der Urlaub startete also schon mal sehr gut.

 

 

Am nächsten Morgen ging es mit dem Fahrrad erst nach Himmelstorp und dann zu Fuß weiter zur Königlichen Republick Ladonien. Ladonien ist eine Mikronation an der südschwedischen Küste, wo ein Künstler Nimis und Arx erschaffen hat. Das wollte ich mir ansehen. Das Wetter war perfekt und sowohl die Radtour, wie auch die Wanderung waren traumhaft schön. Nimis ist vorwiegend aus Treibholz erbaut und da entlang zugehen, war schon etwas abenteuerlich. Unten an der Küsten angekommmen, fand ich es sehr faszinierend. 

 

 

Nach meiner Wanderung ging es mit dem Fahrrad nach Arild, ein kleiner malerischer Küstenort, mit einem schwedischen Strandbad- gebaut an Felsen. Die Sonne lachte und die Schweden gingen ins kühle Nass. Ich schaute mir das lieber von draußen an, es waren nur 19 Grad und das ist mir zu kalt zum Baden. Danach ging es zurück zum Campingplatz und ich habe den Nachmittag in der Sonne ausklingen lassen.

 

 

Die Nacht habe ich nicht so gut geschlafen, da es draußen sehr windig bis stürmig war. Daher war ich sehr früh wach, aber dass passte gut, da ich weiter hoch an der Westküste nach Marstrand wollte. Das Autofahren in Schweden ist sehr entspannt. Auf den Autobahnen darf man in der Regel nur 110 km/h fahren, manchmal auch 120 km/h und alle halten sich dran. Kein Drängeln, keine Lichthupe und viel gegenseitige Rücksicht. Nach gut 2 1/2 Stunden habe ich mein Ziel erreicht. Marstrand ist Autofrei und man setzt mit der Fähre rüber. Die fährt meist alle 15 min und kostete ca.3,50 EUR -hin und zürück. Also war ich fix da und umrundete die Insel zu Fuß. Die Landschaft war ein Traum und ich habe viel zu viele Fotos gemacht. Mittendrin gab es einen Nacktbadestrand getrennt nach Damen und Herren und etwas abgeschirmt. Fand ich irgendwie witzig. Die Sonne kam zwar raus und man konnte nur mit T-Shirt wandern, für mich aber immer noch zu kühl für ein Bad im Meer.

 

 

Nach dem ich Insel umrundet habe, ging ich noch ins Innere, durch ein wirklich zauberhaftes Örtchen, vorbei an der Festung Carlsten- die ich nur von außen betrachte. Dann war ich mitten im Wald und die Natur zeigte sich von einer ganz anderen Seite. Zurück im Ort nahm ich die Fähre zurück. Über Park4night hatte ich mir schon einen Übernachtungsplatz gesucht. Der war schön und direkt am Meer, aber eben nur ein Parkplatz und es war erst 16 Uhr. Daher entschied ich mich auf gut Glück nach Lysekil weiter zu fahren und auf einen Campingplatz zu gehen.

 

Nach einer Fahrt von ca. 1,5 Stunden bin ich dann auf dem Campingplatz Gullmarsbaden angekommen. Begrüßt wurde ich von einem jungen Mann, der CheckInn war schnell erledigt und ich konnte mir noch einen Stellplatz aussuchen, wieder mit Meerblick. Der Platz war sehr gemütlich, nicht überfüllt und die Sanitäreinrichtungen erinnerten an ein altes Badhaus. Ich war etwas k.o. und bin dann recht früh ins Bett. 

Neuer Morgen - neuer Ort - neue Wanderung. Direkt vom Campingplatz ging es in das ca. 2 km entfernte Lysekils. Vom Hafen aus gab es eine Wanderung an der Küste entlang. Auch wenn es nicht immer sonnig war, gab es zumindest kein Regen. Die Wanderung war wunderschön, auf dicken Felsbrocken, an kleinen Häfen mit roten Bade-/Bootshäusern und mit traumhaften Aussichten über die Schären.

 

Zurück ging es dann noch durch den kleinen Ort und zu der über der Stadt thronenden Kirche. Es war wieder ein schöner Tag in Schweden und die Natur atemberaubend.

Der Plan für den nächsten Tag stand schon. Auf nach Smögen. Die Fotos von den bunten Häusern haben wahrscheinlich alle schon mal gesehen. 

 

 

Ich glaube Smögen ist ein Ort, der dem overtourism zum Opfer gefallen ist. Zum Glück ist die Hauptsaison vobei und ich konnte gemütlich die Smögenbryggan, ein ca. 1km langer Holzsteg entlang schlendern. Der Nachteil an der Nebensaison ist, dass viele Lokaltäten nicht mehr offen haben. Ein Kaffee mit einer Zimtschnecke wäre wunderbar gewesen. Da das nicht möglich war, schlenderte ich durch den Ort und ging einen Rundweg an der Küste entlang. Smögen ist wirklich schön anzusehen, die vielen kleinen Häuser, der Hafen, die Geschäfte. Ich kann schon verstehen, warum es die Leute herzieht.

 

 

Eigntlich wollte ich ursprünglich noch nach Fjällbacka. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, ich möchte noch das andere Schweden, abseits der Küste kennenlernen - die Wälder und Seen. Da ich nichts gebucht habe, kann man Pläne ändern. Also schnell noch eine paar Lebensmittel einkaufen und einen neuen Übernachrungsplatz suchen. Auf der Fahrt dorthin war ich mir ein wenig unsicher, wie es dort aussieht und ob ich mich sicher fühle. Dort angekommen, habe ich mich gleich wohl gefühlt. Ein Platz im Wald und an einem wunderschönen kleinen See. Inzwischen ist hier ein weiterer Camper angekommen, der steht aber ein Plateau höher :-)

 

 

So das war der erste Teil meiner Reise. 

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